Seit über 100 Jahren ist es üblich, das Holzschutzmittel auf Basis vielfältiger Wirkstoffe in Gebäuden eingesetzt werden. Das Ziel der Holzschutzmittel ist es einen Befall der Hölzer vorzubeugen bzw. bei einem vorhandenen Befall diesen zu bekämpfen.

Definiert werden Holzschutzmittel über die biozide Wirkstoffe oder die wirkstoffhaltige Zubereitung, die Bestimmungsgemäß einen Befall von Holz oder Holzwerkstoffen durch holzzerstörende oder holzverfärbende Organismen verhindern oder einen Befall bekämpft. Anstriche wie Lacke oder Farben ohne biozide Wirkstoffe fallen nicht unter den Begriff Holzschutzmittel. 

Bei Altbauten stellt sich heute häufig die Frage, ob mit einem heute nicht mehr zugelassenem Wirkstoff aus dem verwendeten Holzschutzmittel die Balken, Pfetten, Stiele usw. konatminiert sind. Für DDT und Pentachlorphenol (PCP) zum Beispiel besteht seit mehreren Jahren ein Herstellungs- und Verwendungsverbot nach der Gefahrenstoffverordnung (GefStoffV).  Werden Grenzwerte für diese Holzschuzmittel im Staub oder der Raumluft überschritten, besteht bei Aufenthaltsräumen / Wohnräumen die Notwendigkeit zur Sanierung. 

Für Holzschutzmittel die heute zum Schutz für tragende und aussteifende Bauteile verwendet werden, wird eine Bewertung und Zulassung durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) benötigt. Auf der Internetseite der BAuA ist eine Datenbank mit den zugelassenen Holzschutzmitteln (Datenbank der zugelassenen Biozidprodukte). Holzschutzmittel die nicht für tragende und aussteifende Bauteile angewendet werden, können sich einer freiwilligen Prüfung bei der Gütegemeinschaft Holzschutzmittel e.V. unterziehen und erhalten
nach erfolgreicher Prüfung das Gütezeichen „RAL Holzschutzmittel“. Eine Liste aller aktuell zugelassenen Holzschutzmittel mit abZ, RAL Gütezeichen sowie die Bläueschutzmittel nach 
VdL-Richtlinie werden jährlich im Holzschutzmittelverzeichnis (siehe Bild) abgedruckt.

zurück zur Seite Holzschutzgutachten